Folien zu meinem Vortrag auf der eLearning Baltics

2009/06/24

Letzte Woche war ich in Rostock-Warnemünde auf der eLearning Baltics. Die Konferenz war interessant und die Location wirklich super. Vor allem die Keynote von Roger Larsen hat mich zum Nachdenken über mögliche Entwicklungen beim webbasierten Lernen angeregt. Leider musste ich bereits Donnerstagabend abreisen, so dass ich nicht nur die Strandparty, sondern auch die Keynote von Prof. Risku über “Learning in a Network Society” verpasst habe. Aber vielleicht war ja jemand dort und kann mir berichten.

Anbei noch die Folien zu meiner Präsentation im Workshop “Motivationsmaßnahmen in eLearning-Projekten”.

Nachdem in den vorherigen Vorträgen konkrete Projekte aus Unternehmen und Hochschulen vorgestellt wurden, habe ich versucht eher auf die theoretischen Aspekte bezüglich des Lernens mit Weblogs einzugehen und Bezug auf die vorherigen Beiträge zu nehmen. Das Feedback war durchweg positiv, so dass ich davon ausgehe, dass dies der richtige Weg war.


ZDF und YouTube starten Plattform für politischen Dialog

2009/06/14

Ich weiss nicht ob es nur mir so geht, aber bisher habe ich in den Medien kaum etwas über “Open Reichstag” gehört, gelesen oder gesehen. Dabei geht die Kooperation zwischen ZDF und YouTube bereits in die zweite Woche. Inspiriert, wie könnte es in diesem Superwahljahr anders sein, vom Wahlkampf Barack Obamas, soll “Der YouTube-Kanal zur Bundestagswahl ’09″ vor allem Jungwählern eine Möglichkeit bieten, sich zu informieren und aktiv in den politischen Diskurs einzubringen.

Das Projekt untergliedert sich dabei laut Pressebericht des ZDFs in drei Phase:

Zunächst werden sich wöchentlich die Spitzenkandidaten der Bundestagsparteien mit ihrer “Sonntagsfrage” an die User wenden. Diese haben dann die Möglichkeit, per Videobotschaft hierauf zu antworten. Nach dem Start von Jürgen Trittin in der letzten Woche, interessiert sich aktuell zum Beispiel Gregor Gysi für nichts Geringeres als unsere Visionen zum Zusammenleben der Menschheit.

Ab dem 19. Juli werden die Politiker dann durch prominente Paten, wie etwa Markus Kavka, ersetzt. Diese stellen in ihren Videos kontroverse politische Thesen zur Diskussion. Auch hier haben die Zuschauer die Möglichkeit per Video oder Forenbeitrag dazu Stellung zu beziehen und per Onlinevoting über die Thesen abzustimmen.

In den letzten 11 Tagen vor der Wahl werden dann nochmals die Höhepunkte der vorherigen Debatten zusammengefasst und sollen als Information für noch unentschlossene Wähler dienen. Im Anschluss an den 27. September können dann auf “Open Reichstag” die Ergebnisse und möglichen Koalitionen diskutiert werden.

Flankiert wird das ganze Projekt durch die TV-Wahlberichterstattung des ZDF. So werden die Videoantworten der Nutzer auch als Filmeinspieler für andere Sendungen genutzt und auf diesem Wege in den Offlinediskurs eingehen.

Auch wenn man mit “Open Reichstag” vor allem die bereits politisch interessierten Jungwähler erreichen wird, finde ich es einen innovativen Versuch, diese aktiv in politische Diskussionen einzubeziehen. Und das YouTube als Verbreitungsplattform für politische Videobotschaften bereits eine hohe Akzeptanz bei den Wählerinnen und Wählern hat, belegen nicht zuletzt die Abrufzahlen, die politik-digital.de anläßlich der Europawahl ausgewertet hat.

Ich bin zumindest gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird. Was denkt ihr? Glaubt ihr diese Art der politischen Partizipation hat Zukunft? Oder ist gar der Schlüssel zu einer deliberativen Demokratie?


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