Ein Blick zurück… das war 2009

2009/12/22

Inzwischen brennen alle Kerzen des Adventskranzes und das Jahr nähert sich dem Ende. Bevor ich morgen in meinen wohlverdienten Weihnachtsurlaub starte und mich zwei Wochen ins Leben 1.0 zurückziehe, will ich aber die Gelegenheit nutzen und hier nochmals einen Blick zurück werfen und das Jahres 2009 Revue passieren lassen.

Aus beruflicher Perspektive, wenn man als Stipendiat überhaupt von einer solchen sprechen kann, war das Jahr meines Erachtens recht erfolgreich. Ich denke, dass bei meiner Promotion endlich der Knoten geplatzt ist. Als Quereinsteiger fühle ich mich inzwischen auf dem Gebiet der pädagogischen Psychologie nicht nur einigermaßen sicher, sondern erschreckenswerter Weise sogar recht wohl. Auf jeden Fall habe ich nicht ohne einen gewissen Stolz festgestellt, dass nach knapp 2 Jahren der Annäherung mein Betreuer und ich die „gleiche Sprache“ sprechen, was doch sehr motivierend ist. Manchmal erschrecke ich sogar selbst über mich und wie sehr ich von meinem Umfeld indoktriniert wurde :) Entsprechend bin ich auch mit meinen Vorträgen in diesem Jahr sehr zufrieden. Egal ob bei der eLearning Baltics, der PAEPS, der AEPF, dem Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses oder dem ZWEW-KMRC-Workshop – die Diskussionen zu meiner Arbeit und der Austausch mit anderen Wissenschaftlern waren sehr konstruktiv und haben mich definitiv vorangebracht, so dass ich inzwischen das Gefühl habe die Herausforderung hier erfolgreich meistern zu können. Zumindest sind mir die noch fehlenden Schritte zum Ziel klar und bewusst – was nicht immer so war. Jetzt heißt es nur noch diese zu gehen.

Auch ansonsten gab es 2009 einige teilweise gravierende Veränderungen für mich. Zum einen bin ich nach 10 Jahren mehr oder weniger wildem WG-Leben zum ersten Mal in eine eigene Wohnung gezogen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich recht schnell an die Ruhe gewöhnt und genieße es inzwischen Herr meines eigenen Reiches zu sein. Zum anderen war dieses Jahr definitiv das Jahr, in dem das Social Web in mein Leben trat. Recht spät, aber dafür mit massiver Wirkung. Ich glaube es fing damit an, dass ich mir nach Jahren der Verweigerung ein Profil bei Facebook angelegt habe, das ich inzwischen nicht mehr missen möchte. Es ist einfache ein bequeme Möglichkeit mich mit Bekannten auszutauschen und den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Ein echter Vorteil, da ich hier in Weingarten nicht unbedingt zentral in Deutschland wohne und viele Leute leider viel seltener persönlich treffen kann als ich es mir wünsche und sie es verdienen. Weiter ging es dann damit, dass ich im April diesen Blog ins Leben rief. Mit 17 Einträgen – mit diesem werden es 18 sein – zähle ich sicher nicht zu den fleißigsten Bloggern und auch die Anzahl der Kommentare ist definitiv noch ausbaufähig. Aber der Grundstein ist gelegt und ich bin selber noch auf der Suche nach meinem eigene Blogstil. Mal sehen wie sich das hier künftig entwickelt und wie ich den Blog für mich nutzen werde. Das dritte einschneidende Erlebnis folgte dann im Mai, als ich mir mit @Crossyard auch noch einen Twitter-Account zulegte. Ursprünglich aus reiner Neugierde und recht skeptisch, ist es inzwischen in vielen Bereichen zum Kommuniktationstool meiner Wahl geworden und hat den RSS-Reader als Informationsquelle ein stückweit verdrängt.

Ich denke das waren so die wichtigsten Erlebnisse des vergangenen Jahres. Bevor ich nun endgültig den Rechner runterfahre möchte ich mich noch bei allen Lesern bedanken und hoffe, dass ihr auch im kommenden Jahr meine Beiträge verfolgt und mit Kommentaren verseht. In diesem Sinne:


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