Wie ihr sicher bemerkt habt, war es in letzter Zeit recht still hier auf dem Blog. Zwar habe ich an einigen Beiträgen gearbeitet, diese aber nie wirklich fertig gestellt. Irgendwie symptomatisch für meine Produktivität in den letzten Wochen. Aber das ist nun vorbei und vielleicht wird auch der ein oder andere Beitrag hier in nächster Zeit noch erscheinen.
Aber erstmal will ich heute einen Rückblick auf den ZEW-KMRC-Workshop on „The potential of social software for knowledge creation and economic performance“ werfen. Ich hatte hier ja bereits darüber geschrieben. Auf Einladung des Instituts für Wissensmedien (IWM) durfte ich am 6./7. November an diesem teilnehmen und meine Gedanken zum Fördern von Wissensmanagementkompetenzen bei Schülern durch den Einsatz von Weblogs im Schulunterricht vorstellen.
Obwohl – oder gerade weil – die Workshopteilnehmer aus recht unterschiedlichen Disziplinen kamen, fand ich die präsentierten Studien und vor allem die Diskussionen im Rahmen der Gruppenarbeiten beziehungsweise beim Abendevent sehr spannend und ergiebig. Vor allem die Arbeiten rund um das Thema NetIdentity und die vorgestellten Projekte am IWM gaben mir viele Anregungen, von denen sicher die ein oder andere (z.B. das Co-Evaluation Model) auch in meiner Dissertation Einfluss finden wird. Aber auch viele erfrischend neue Ideen gehen mir seit dem durch den Kopf, die durchaus auch zu neuen (Forschungs-)Projekten werden könnten.
Insgesamt fand ich den Ansatz Nachwuchswissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen zum Gedankenaustausch zu versammeln ein echt gelungenes Konzept. Es hilft definitiv die eigenen Scheuklappen abzulegen und wieder über den Tellerrand des eigenen Themengebiets zu schauen. Unterstützt wurde die inspirierende Atmosphäre durch die wirklich super Organisation und die optimalen Räumlichkeiten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Hier wirklich auch ein großes Lob an die Ausrichter. Vor allem der Abendevent im Skyline Restaurant des Fernsehturms bot neben einem atemberaubenden Ausblick auch das richtige Ambiente für den informellen Austausch.
Bei allem Lob darf aber auch die Kritik nicht fehlen. Hier fällt mir allerdings nur ein Verbesserungsvorschlag ein – die Einbindung von Social Software in den Workshop. Ich fand es schon komisch, dass man sich zwei Tage zum Austausch über solche Anwendungen trifft, aber keine davon aktiv nutzt. Symptomatisch hierfür vielleicht die Tatsache, dass meines Wissens kein Hashtag für den Workshop festgelegt wurde. Hier würde ich mir wünschen, dass die Organisatoren bei künftigen Workshops der Integration von Twitter, Weblogs und Social Networks – auch bereits im Vorfeld des Treffens – mehr Beachtung schenken. Ich denke es würde die Diskussionen und die Zusammenarbeit während der beiden Tage wirklich befruchten. Aber sonst schaue ich auf eine wirklich spannende und inspirierende Veranstaltung zurück, bei der ich viele interessante Leute kennen lernte. Hoffentlich werde ich bei einer Neuauflage auch wieder eingeladen.
Verfasst von crossyard