Motivationsschub zur rechten Zeit

2011/03/21

Obwohl sich die Auswertungsphase meines Dissertationsprojektes dem Ende nähert und sich auch langsam schemenhaft das Endergebnis aus dem Gewirr von Gedanken und Notizen herauskristallisiert, stecke ich seit einigen Wochen mal wieder in einer Motivationskrise. Okay, solche Phasen, in denen es ein täglicher Kampf ist, sich wieder der Arbeit zu widmen, gehören eben einfach auch zum Doktorandendasein dazu.

In letzter Zeit spüre ich aber, wie sich die Beziehung zwischen mir und meinem Projekt zunehmend in Richtung Hassliebe entwickelt. Ich merke einfach, dass es Zeit für mich wird, die Arbeit abzuschließen, um mich neuen Ideen und Herausforderungen widmen zu können. Auf der anderen Seite steigt mit näher rückendem Projektende auch die Unsicherheit, wie es in meinem Leben danach weitergehen soll, so dass ich die nächsten Schritte am liebsten – im schönen Irrglauben es würde was nutzen und den Status quo erhalten – vor mir herschieben möchte. Insgesamt ein echtes Dilemma.

Da kam die Benachrichtigung, dass mein eingereichter Beitrag für die jährliche Konferenz der European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) angenommen wurde gerade recht. Die Aussicht Ende August an der Universität von Exeter – an der unter anderem auch J.K. Rowling und Thom Yorke von Radiohead studierten – die Endergebnisse meines Projektes zu präsentieren und danach hoffentlich noch ein paar Tage auf den Spuren von Rosamunde Pilcher durch das spätsommerlicher Cornwall zu reisen, hat mir wieder einen Motivationsschub versetzt.

Von daher mache ich mich jetzt wieder voller Elan an die Arbeit. Für alle die es interessiert, hier noch der Abstract meines eingereichten Beitrags.

Weblogs @ School – A Tool to foster Self-determined and Motivated Learning as well as Reflection?

In the last years the use of weblogs in learning settings has been a hot topic in the field of educational research. Many descriptive studies and best practice reports lead to the assumption, that these tools have a positive impact on students’ learning processes. Focussing on the learning process parameters motivation and reflection, aim of this research project was to verify these findings by using a quasi experimental mixed methods design with two experimental and a control group. The study took place in six classes at three different secondary schools in Baden-Wuerttemberg (Germany). At three measure times, 127 students filled in a standardized questionnaire. These data were supplemented by guided interviews (N = 25) and an analysis of the weblog content (342 posts, 1.115 comments). While the results of the qualitative data strengthen the mentioned assumptions, the analysis of the quantitative data could not verify the findings of former descriptive studies. Neither in the control group nor in the experimental groups could a significant impact on students’ motivation be measured. Thus, further empirical research on the implementation of weblogs in learning settings seems to be necessary.

Bildquelle: Wikimedia Commons (Fotograf: Benjaminevans82)


Nachtrag: Beitrag auf dem World Computer Congress 2010

2011/01/26

Der „World Computer Congress 2010“ in Brisbane liegt inzwischen bereits einige Monate zurück. Auch wenn große Teile der Tagung im Nachhinein durch die vielen Eindrücke meiner anschließenden Reise entlang der Australischen Ostküste verdrängt wurden, so habe ich die Veranstaltung in positiver Erinnerung. Das liegt zum einen an der echt professionellen Organisation sowie der tollen Location, zum anderen an den wirklich spannenden Beiträgen, die ich dort erleben durfte.

Besonders die Keynote „Toward a Just Digital Society“ von Richard Stallman hat mich nachhaltig beschäftigt (hier ein zusammenfassender Bericht aus der “itnews”). Dies lag allerdings weniger an Stallmans Ausführungen zu Chancen und Risiken einer digitalen Gesellschaft, als vielmehr daran, dass sie Anlass für mehrer – teils hitzige – Diskussionen außerhalb des Plenums bot. Insgesamt wurde beim “World Computer Congress” sowieso erstaunlich viel diskutiert. Erfreulicherweise nicht nur – wie ich in diesem Rahmen vermutet hätte – darüber, was heute durch Technologie alles machbar ist, sondern auch inwiefern diese Entwicklungen beziehungsweise zukünftigen Szenarien überhaupt wünschens- und erstrebenswert sind.

Im Rahmen der Session „Key Competencies in the Knowledge Society“ stellte ich einen gemeinsamen Beitrag von Mathias Krebs und mir über den damaligen Stand unserer Dissertationsprojekte zum Einsatz von Wikis und Weblogs im Schulunterricht vor.

Beim Aufräumen meines Schreibtisches bin ich heute über das „Assignment of Copyright“ gestolpert und habe mit Freude festgestellt, dass ich das Paper für den Konferenzband auch hier veröffentlichen darf, wovon ich hiermit gerne Gebrauch mache.


Beitrag für die AERA 2010 angenommen

2009/11/17

Das ist mal eine freudige Nachricht. Im Sommer habe ich gemeinsam mit meinen KollegInnen aus der Arbeitsgruppe Medien- und Bildungsmanagement ein Paper für das kommende Treffen der American Educational Research Association (AERA) geschrieben. In der Zwischenzeit hatte ich diese Einreichung schon fast wieder vergessen.

Umso mehr hat es mich gefreut, als ich mich die Nachricht erreichte, dass unser Beitrag „Business Models for the New Approach of „Focused E-Learning“ at Universities“ für das 2010 AERA Annual Meeting als Poster in der Session „Posters in Organizations, Management, and Leadership in Higher Education“ angenommen wurde.

Nachdem ich schon viel Positives über die AERA-Tagungen gehört habe, hoffe ich nun natürlich, dass ich vom 30. April bis zum 04. Mai 2010 in Denver dabei sein kann. Leider fällt die Veranstaltung nach meinem aktuellen Zeitplan genau in die Endphase der Datenerhebung für mein Dissertationsprojekt. Mal sehen…


Nachtrag: 12. Fachtagung Pädagogische Psychologie (PAEPS)

2009/09/16

Durch meinen Umzug in den letzten Tagen und die damit verbundene Zeit ohne Internetzugang, komme ich erst heute dazu von der 12. Fachtagung Pädagogische Psychologie (PAEPS) zu berichten. Diese fand letzte Woche vom 07. bis 09. September an der Universität des Saarlandes, also quasi in der Heimat, statt.

Es war das erste Mal, dass ich an einer Veranstaltung mit primär pädagogisch-psychologischer Ausrichtung teilnahm und als “Quereinsteiger” auf diesem Gebiet war ich vor meinem Vortrag wirklich nervös. Aber direkt vornweg – es war weniger schlimm als befürchtet und lief besser als erwartet :)

Insgesamt fand ich die Tagung super organisiert und die vorgestellten Beiträge interessant. Es gab auch ausreichend Gelegenheit um sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen und so kam ich auch mit vielen guten Anregungen und noch mehr Ideen zurück, die ich jetzt erstmal in den nächsten Tagen verarbeiten muss. Da wird sicher noch die ein oder andere Email ausgetauscht. Ich würde mir wünschen, dass auch im Nachgang mit einigen der Referenten ein konstruktiver Austausch stattfindet.

Der einzige Wehmutstropfen war, dass der Versuch mit dem iPod meinen Vortrag aufzuzeichnen daneben ging. Von daher kann ich hier nur die Folien ohne Audiostream zur Verfügung stellen. Hoffe es stößt trotzdem auf Interesse. Und wie immer freue ich mich über Kommentare und Anregungen.


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