Gestern wurde ich durch einen Tweet von Petra Grell (@pgrell) auf dieses lustige Youtube-Video aufmerksam. Eine fiktionale Debatte zwischen John F. Kennedy und Richard Nixon über die Unterschiede und Eigenschaften von Weblogs und Wikis.
Ob es nur am mangelnden Charisma von Richard Nixon liegt, der den Part des blog facilitaor übernimmt oder die Macher hier eine eindeutige Tendenz für Wikis erzeugen wollten mag ich jetzt nicht zu beurteilen. Auf mich wirkt es jedenfalls so, als kämen Blogs vergleichsweise schlecht weg.
Ein interessanter Punkt ist die Kontrolle über die veröffentlichten Inhalte. Während ein Blogger weitgehend die Kontrolle über seine Texte behält, sind Eintragungen in Wikis jederzeit durch andere veränderbar. Dies hat sicher auch Auswirkungen darauf, inwiefern sich der Verfasser mit seinem Beitrag identifiziert. Ein Aspekt, der meines Erachtens immer bedacht werden sollte, wenn man versucht die Tools mit doch eher informellen Charakter in formelle Lernumgebungen zu integrieren. Hier haben ganz klar beide Medien ihre Daseinsberechtigung und bieten weitreichende didaktische Möglichkeiten.
Persönlich denke ich jedoch, dass mit Blick auf die Selbstbestimmungstheorie der Motivation das mehr an Kontrolle beim Bloggen positive Wirkung hat. Es hilft dem Lernenden seinen Lernprozess als eher autonom zu empfinden, sich bereits beim Schreiben vermehrt Gedanken über die Wirkung auf die Leser zu machen und schließlich stärker hinter seinen produzierten Lernartefakten zu stehen, die von niemandem ausser ihm verändert werden können. Wikis dürften eher über die Empfundene soziale Eingebundenheit motivierend wirken, denn hier steht klar das gemeinsame Ergebnis im Vordergrund der Arbeit und die Beiträge der einzelnen Lernden gehen im Gruppenergebnis unter auf.
Wie gesagt, dass ist meine Sicht der Dinge. Was denkt ihr?
Verfasst von crossyard