Einblicke in die Arbeitswelt eines Medien- und Bildungsmanagers

2011/02/11

Es ist wieder soweit. Die vorlesungsfreie Zeit zwischen Winter- und Sommersemester ist traditionell die Phase, in der die Studierenden des 5. Semesters ihre Pflichtpraktika im Studiengang „Medien- und Bildungsmanagement“ absolvieren. Das Konzept, diese Studienphase mittels Weblogs zu dokumentieren, habe ich bereits vor einem Jahr hier vorgestellt.

Ich finde es immer recht interessant, in welchen Bereichen unsere Studierenden ihre Praktika absolvieren und was sie dort so erleben. Daher freue ich mich auch, dass auch in diesem Jahr wieder eine Reihe der Praktikumsblogs öffentlich geführt werden. Für alle die auch mal einen Einblick in die tägliche Arbeit eines Medien- und Bildungsmanager bekommen wollen, hier die entsprechenden Adressen:

Die jeweiligen Autoren und Autorinnen freuen sich sicher darüber, wenn man ab und an einen motivierenden Kommentar zu ihren Alltagserlebnissen hinterlässt :)

Bildquelle: Flickr (Fotograf: wan fauzan)


Nachtrag: Beitrag auf dem World Computer Congress 2010

2011/01/26

Der „World Computer Congress 2010“ in Brisbane liegt inzwischen bereits einige Monate zurück. Auch wenn große Teile der Tagung im Nachhinein durch die vielen Eindrücke meiner anschließenden Reise entlang der Australischen Ostküste verdrängt wurden, so habe ich die Veranstaltung in positiver Erinnerung. Das liegt zum einen an der echt professionellen Organisation sowie der tollen Location, zum anderen an den wirklich spannenden Beiträgen, die ich dort erleben durfte.

Besonders die Keynote „Toward a Just Digital Society“ von Richard Stallman hat mich nachhaltig beschäftigt (hier ein zusammenfassender Bericht aus der “itnews”). Dies lag allerdings weniger an Stallmans Ausführungen zu Chancen und Risiken einer digitalen Gesellschaft, als vielmehr daran, dass sie Anlass für mehrer – teils hitzige – Diskussionen außerhalb des Plenums bot. Insgesamt wurde beim “World Computer Congress” sowieso erstaunlich viel diskutiert. Erfreulicherweise nicht nur – wie ich in diesem Rahmen vermutet hätte – darüber, was heute durch Technologie alles machbar ist, sondern auch inwiefern diese Entwicklungen beziehungsweise zukünftigen Szenarien überhaupt wünschens- und erstrebenswert sind.

Im Rahmen der Session „Key Competencies in the Knowledge Society“ stellte ich einen gemeinsamen Beitrag von Mathias Krebs und mir über den damaligen Stand unserer Dissertationsprojekte zum Einsatz von Wikis und Weblogs im Schulunterricht vor.

Beim Aufräumen meines Schreibtisches bin ich heute über das „Assignment of Copyright“ gestolpert und habe mit Freude festgestellt, dass ich das Paper für den Konferenzband auch hier veröffentlichen darf, wovon ich hiermit gerne Gebrauch mache.


Studierende bloggen über ihr Praktikum

2010/02/16

Eine Frage, die ich in den letzten Jahren von unseren Studierenden immer wieder gehört habe, war: „Wo kann ich denn später als Medien- und Bildungsmanager arbeiten?“. Im Einzelfall kann ich das natürlich nach wie vor nicht beantworten, aber eventuell eine etwas fundiertere Einschätzung abgeben. Denn seit einer Woche gibt es hierzu erste konkrete Hinweise.

Seit Anfang Februar befinden sich die Studierenden des ersten Matrikels in ihrer Praktikumsphase und ich bin wirklich erstaunt, in welch unterschiedlichen Arbeitsgebieten und Branchen diese absolviert werden. Die Bandbreite erstreckt sich von Marketing- und Personalabteilungen über Beratungsunternehmen und Verlage bis hin zu öffentlichen Behörden und Einrichtungen. Ich denke es spiegelt die Interdisziplinarität des Studiengangs ganz gut wieder.

Anstatt rückblickend in einem „klassischen“ Praktikumsbericht, dokumentieren und reflektieren die Studierenden ihre Tätigkeiten in einem praktikumsbegleitenden Weblog. Auch wenn dies aufgrund von Unternehmensvorgaben nicht in jedem Fall öffentlich geschieht, finde ich den Ansatz trotzdem interessant. Zum einen gewährt es den Betreuern in regelmäßigen Abständen einen Einblick in den Arbeitsalltag ihrer „Schützlinge“, so dass zeitnah Feedback und bei Problemen auch Hilfestellung gegeben werden kann (wir wollen ja nicht, dass es soweit wie bei dem Praktikanten auf dem Foto kommt). Zum anderen bietet es auch den Kommilitonen und anderen Interessierten die Möglichkeit, den Studierenden bei ihren Projekten über die Schulter zu schauen. Und ich muss sagen, einige der Projekte finde ich wirklich extrem spannend.

Für alle die auch mal einen Einblick davon bekommen wollen, was man als Medien- und Bildungsmanager so alles machen kann, hier die Adressen der öffentlich geführten Praktikumsblogs:

Die jeweiligen Personen freuen sich sicher darüber, wenn man sie nicht nur heimlich bei ihrer Arbeit beobachtet, sondern ab und an auch einen motivierenden Kommentar hinterlässt. Wir wissen doch alle, wie gut das im stressigen Arbeitsalltag tut :)

Bildquelle: Flickr (Fotograf: Oszedo)


Blogs vs. Wikis

2009/12/09

Gestern wurde ich durch einen Tweet von Petra Grell (@pgrell) auf dieses lustige Youtube-Video aufmerksam. Eine fiktionale Debatte zwischen John F. Kennedy und Richard Nixon über die Unterschiede und Eigenschaften von Weblogs und Wikis.

Ob es nur am mangelnden Charisma von Richard Nixon liegt, der den Part des blog facilitaor übernimmt oder die Macher hier eine eindeutige Tendenz für Wikis erzeugen wollten mag ich jetzt nicht zu beurteilen. Auf mich wirkt es jedenfalls so, als kämen Blogs vergleichsweise schlecht weg.

Ein interessanter Punkt ist die Kontrolle über die veröffentlichten Inhalte. Während ein Blogger weitgehend die Kontrolle über seine Texte behält, sind Eintragungen in Wikis jederzeit durch andere veränderbar. Dies hat sicher auch Auswirkungen darauf, inwiefern sich der Verfasser mit seinem Beitrag identifiziert. Ein Aspekt, der meines Erachtens immer bedacht werden sollte, wenn man versucht die Tools mit doch eher informellen Charakter in formelle Lernumgebungen zu integrieren. Hier haben ganz klar beide Medien ihre Daseinsberechtigung und bieten weitreichende didaktische Möglichkeiten.

Persönlich denke ich jedoch, dass mit Blick auf die Selbstbestimmungstheorie der Motivation das mehr an Kontrolle beim Bloggen positive Wirkung hat. Es hilft dem Lernenden seinen Lernprozess als eher autonom zu empfinden, sich bereits beim Schreiben vermehrt Gedanken über die Wirkung auf die Leser  zu machen und schließlich stärker hinter seinen produzierten Lernartefakten zu stehen, die von niemandem ausser ihm verändert werden können. Wikis dürften eher über die Empfundene soziale Eingebundenheit motivierend wirken, denn hier steht klar das gemeinsame Ergebnis im Vordergrund der Arbeit und die Beiträge der einzelnen Lernden gehen im Gruppenergebnis unter auf.

Wie gesagt, dass ist meine Sicht der Dinge. Was denkt ihr?


Rückblick: 10. Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses

2009/11/17

Am 13./14. November war ich beim „10. Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses der Pädagogischen Hochschulen“, der dieses Jahr an der PH Schwäbisch Gmünd stattfand. Für mich war es nach letztem Jahr in Ludwigsburg die zweite Teilnahme an dieser Veranstaltung, die primär als Plattform für die Präsentation von Dissertationsprojekten und zur Vernetzung der Promovierenden an den Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg gedacht ist.

Im Vergleich zum letzten Jahr, hatten sich – zu mindestens nach meinem Eindruck – weniger Teilnehmer auf den Weg nach Schwäbisch Gmünd gemacht, was ich jedoch nicht unbedingt schlecht fand. So war die Größe der Veranstaltung überschaubarer und meines Erachtens besser geeignet, um mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich intensiver auszutauschen. Hinsichtlich des Netzwerkaspekts also optimal.

Auch die Anzahl der vorgestellten Projekte ging gefühlsmäßig etwas zurück. In Bezug auf das qualitative Niveau kann ich mich nur dem Urteil anschließen, dass ich während den beiden Tagen öfters gehört habe – das war wirklich hoch. Zumindest in den Panels an denen ich teilgenommen habe, war ich von den wirklich spannenden Arbeiten echt angetan, selbst wenn sie teilweise aus mir völlig fremden Disziplinen kamen. Auch die Diskussionen im Anschluss empfand ich als sehr konstruktiv und denke, dass jeder Vortragende hier wichtige Hinweise zu seiner Arbeit bekam.

Zumindest ich habe für mein Vorhaben viele Hinweise und neue Ideen mitgenommen. Von daher an dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle, die nach meiner Präsentation mitdiskutiert oder mir in der Zwischenzeit per Email ein Feedback gegeben haben. Ich denke, dass ich noch etwas damit beschäftigt sein werde meine Gedanken zu sortieren und die neuen Anregungen zu verarbeiten. Der ein oder andere Punkt wird sicher auch zu einem neuen Blogbeitrag führen.

Für alle die nicht dabei sein konnten, hier noch meine Folien zum Vortrag:

Über Hinweise, konstruktives Feedback, neue Anregungen oder einfach eure Meinung zum Vorhaben, würde ich mich wie immer freuen.


Rückblick: ZEW-KMRC-Workshop

2009/11/12

Wie ihr sicher bemerkt habt, war es in letzter Zeit recht still hier auf dem Blog. Zwar habe ich an einigen Beiträgen gearbeitet, diese aber nie wirklich fertig gestellt. Irgendwie symptomatisch für meine Produktivität in den letzten Wochen. Aber das ist nun vorbei und vielleicht wird auch der ein oder andere Beitrag hier in nächster Zeit noch erscheinen.

Aber erstmal will ich heute einen Rückblick auf den ZEW-KMRC-Workshop on „The potential of social software for knowledge creation and economic performance“ werfen. Ich hatte hier ja bereits darüber geschrieben. Auf Einladung des Instituts für Wissensmedien (IWM) durfte ich am 6./7. November an diesem teilnehmen und meine Gedanken zum Fördern von Wissensmanagementkompetenzen bei Schülern durch den Einsatz von Weblogs im Schulunterricht vorstellen.

Obwohl – oder gerade weil – die Workshopteilnehmer aus recht unterschiedlichen Disziplinen kamen, fand ich die präsentierten Studien und vor allem die Diskussionen im Rahmen der Gruppenarbeiten beziehungsweise beim Abendevent sehr spannend und ergiebig. Vor allem die Arbeiten rund um das Thema NetIdentity und die vorgestellten Projekte am IWM gaben mir viele Anregungen, von denen sicher die ein oder andere (z.B. das Co-Evaluation Model) auch in meiner Dissertation Einfluss finden wird. Aber auch viele erfrischend neue Ideen gehen mir seit dem durch den Kopf, die durchaus auch zu neuen (Forschungs-)Projekten werden könnten.

Insgesamt fand ich den Ansatz Nachwuchswissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen zum Gedankenaustausch zu versammeln ein echt gelungenes Konzept. Es hilft definitiv die eigenen Scheuklappen abzulegen und wieder über den Tellerrand des eigenen Themengebiets zu schauen. Unterstützt wurde die inspirierende Atmosphäre durch die wirklich super Organisation und die optimalen Räumlichkeiten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Hier wirklich auch ein großes Lob an die Ausrichter. Vor allem der Abendevent im Skyline Restaurant des Fernsehturms bot neben einem atemberaubenden Ausblick auch das richtige Ambiente für den informellen Austausch.

Bei allem Lob darf aber auch die Kritik nicht fehlen. Hier fällt mir allerdings nur ein Verbesserungsvorschlag ein – die Einbindung von Social Software in den Workshop. Ich fand es schon komisch, dass man sich zwei Tage zum Austausch über solche Anwendungen trifft, aber keine davon aktiv nutzt. Symptomatisch hierfür vielleicht die Tatsache, dass meines Wissens kein Hashtag für den Workshop festgelegt wurde. Hier würde ich mir wünschen, dass die Organisatoren bei künftigen Workshops der Integration von Twitter, Weblogs und Social Networks – auch bereits im Vorfeld des Treffens – mehr Beachtung schenken. Ich denke es würde die Diskussionen und die Zusammenarbeit während der beiden Tage wirklich befruchten. Aber sonst schaue ich auf eine wirklich spannende und inspirierende Veranstaltung zurück, bei der ich viele interessante Leute kennen lernte. Hoffentlich werde ich bei einer Neuauflage auch wieder eingeladen.


Nachtrag: 12. Fachtagung Pädagogische Psychologie (PAEPS)

2009/09/16

Durch meinen Umzug in den letzten Tagen und die damit verbundene Zeit ohne Internetzugang, komme ich erst heute dazu von der 12. Fachtagung Pädagogische Psychologie (PAEPS) zu berichten. Diese fand letzte Woche vom 07. bis 09. September an der Universität des Saarlandes, also quasi in der Heimat, statt.

Es war das erste Mal, dass ich an einer Veranstaltung mit primär pädagogisch-psychologischer Ausrichtung teilnahm und als “Quereinsteiger” auf diesem Gebiet war ich vor meinem Vortrag wirklich nervös. Aber direkt vornweg – es war weniger schlimm als befürchtet und lief besser als erwartet :)

Insgesamt fand ich die Tagung super organisiert und die vorgestellten Beiträge interessant. Es gab auch ausreichend Gelegenheit um sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen und so kam ich auch mit vielen guten Anregungen und noch mehr Ideen zurück, die ich jetzt erstmal in den nächsten Tagen verarbeiten muss. Da wird sicher noch die ein oder andere Email ausgetauscht. Ich würde mir wünschen, dass auch im Nachgang mit einigen der Referenten ein konstruktiver Austausch stattfindet.

Der einzige Wehmutstropfen war, dass der Versuch mit dem iPod meinen Vortrag aufzuzeichnen daneben ging. Von daher kann ich hier nur die Folien ohne Audiostream zur Verfügung stellen. Hoffe es stößt trotzdem auf Interesse. Und wie immer freue ich mich über Kommentare und Anregungen.


Reading in the Sun

2009/08/09

Reading in the Sun Heute habe ich den sonnigen Nachmittag genutzt, um im Stadtpark – fernab von Computer   und Internet – meinen Stapel mit noch zu lesender Literatur ein wenig abzuarbeiten.

Als erstes nahm ich mir die (soweit ich weiß bisher noch) unveröffentlichte Examensarbeit von Anna Folke, einer Absolventin hier von der PH Weingarten, vor. Diese trägt den Titel „Der Einsatz von Web2.0 im Englischunterricht. Durchführung und Evaluation einer Unterrichtseinheit“.

Zunächst geht die Autorin darin allgemein auf den Begriff des Web 2.0 und verschiedene Anwendungen ein, bevor sie mögliche Einsatzszenarien und Potentiale für deren Nutzung im Schulunterricht erläutert. Anschließend beschreibt sie ihre Erfahrungen beim Einsatz eines Weblogs im Englischunterricht der 10. Klasse an einer Hauptschule.

Von der theoretischen Seite brachte mir die Lektüre keinen neuen Erkenntnisse, aber einige Literaturhinweise fand ich interessant (auch wenn sich diese größtenteils speziell auf den Sprachunterricht beziehen). Vor allem folgende vier Beiträge werde ich mir nochmals näher anschauen:

  1. Dorok, S. (2006). Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Podcasts als Methode zur Verlagerung von Hörverstehens- und Sprachproduktionsaufgaben in die Hausaufgaben der Klasse 8b des Mariengymnasiums Arnsberg. [PDF]
    Frage: Inwieweit kann mittels Web 2.0-Tools eine Brücke zwischen Lernen in der Unterrichtsstunde und informellem Lernen zu Hause geschlagen werden? Inwieweit biete dies den Schülern die Möglichkeit, das Lerntempo an ihre Bedürfnisse anzupassen?
  2. Meister, D. & Meise, B. (2008). Medienkompetenz als lebenslange Herausforderung. In: Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (Hrsg.). UNESCO heute. Wissen im Web, Heft 1/2008.
    Frage: Inwiefern ändern sich durch den Einsatz von Web 2.0-Tools auch die Anforderungen an die Kompetenz der Nutzer?
  3. Röll, M. (2005). Corporate E-Learning mit Weblogs und RSS. Handbuch E-Learning. [PDF]
  4. Sharma, P. & Barett, B. (2007). Blended Learning. Using Technology in and beyond the Language Classroom. Oxford: Macmillan Education.

Spannender fand ich die Reflexionen über die durchgeführte Unterrichtseinheit. Hier erhielt ich einige Anregungen und Ideen, die ich für die Durchführung meiner Untersuchung in der Schule im Hinterkopf behalten sollte. Daher will ich diese hier kurz stichpunktartig festhalten:

  • Nach Möglichkeit das Vorhaben persönlich auf einem Elternabend vorstellen und um Unterstützung bitten (anstatt eines Elternbriefs).
  • Bedenken, dass trotz alle Berichte über die „digital natives“ scheinbar oftmals noch Probleme beim Einrichten der Zugänge auftreten, weil Schüler entweder keine Emailadresse haben oder ihre Zugangsdaten nicht mehr wissen. Außerdem sicherstellen, dass allen Schülern ein Internetzugang zur Verfügung steht, was wohl zu Hause auch nicht selbstverständlich ist.
  • Zur Unterstützung der Schüler Anleitungen zum Umgang mit dem Weblog (Veröffentlichen von Beiträgen, Einbinden von Bildern und Videos, etc.) als Download zur Verfügung stellen.
  • Mit den Schülern Umgangsformen beim Kommentieren besprechen, schriftlich festhalten und als Datei hinterlegen.

Da in der Arbeit der Einsatz eines Klassen-Weblog untersucht wurde, bin ich nochmals ins Grübeln gekommen. Ist dieses Vorgehen eventuell sinnvoller als jedem Schüler einen eigenen Blog zur Verfügung zu stellen? Darüber mache ich mir bereits seit einiger Zeit Gedanken. Über Erfahrungsberichte oder Hinweise zu entsprechenden Vergleichsuntersuchungen wäre ich daher sehr dankbar.

Meine zweite Lektüre war Cross, J. E. et al. (2009). Using Mixed-Method Design and Network Analysis to Measure Development of Interagency Collaboration, ein Artikel aus der aktuellen Ausgabe des American Journal of Evaluation.

Den Beitrag hatte ich mir vorgemerkt, da ich kurz mit dem Gedanken spielte, in Rahmen meines Dissertationsvorhabens auch eine Netzwerkanalyse zu machen, um neben der Selbsteinschätzung der Schüler noch weitere Daten zur sozialen Eingebundenheit zu bekommen. Inzwischen denke ich, dass dies den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Aber sollte ich nochmals auf das Thema zurückkommen, ist dieser Artikel zusammen mit

Frank, K. A. (1998b). Quantitative methods for studying social context in multilevels and through interpersonal relations. Review of  Research in Education, 23, 171-216.

eine gute Ausgangsbasis. Denn ich bin nach wie vor dasvon überzeugt, dass die Anwendung von  Netzwerkanalysen zur Untersuchung des Einsatzes von Web-2.0-Tools in Lehr-Lern-Szenarien ein spannendes Thema ist und interessante Erkenntnisse verspricht. Auch hier die Frage: Hat jemand bereits erste Erfahrungenin dem Bereich gesammelt oder kennt entsprechende Untersuchungen?

Bildquelle: flickr


Folien zu meinem Vortrag auf der eLearning Baltics

2009/06/24

Letzte Woche war ich in Rostock-Warnemünde auf der eLearning Baltics. Die Konferenz war interessant und die Location wirklich super. Vor allem die Keynote von Roger Larsen hat mich zum Nachdenken über mögliche Entwicklungen beim webbasierten Lernen angeregt. Leider musste ich bereits Donnerstagabend abreisen, so dass ich nicht nur die Strandparty, sondern auch die Keynote von Prof. Risku über “Learning in a Network Society” verpasst habe. Aber vielleicht war ja jemand dort und kann mir berichten.

Anbei noch die Folien zu meiner Präsentation im Workshop “Motivationsmaßnahmen in eLearning-Projekten”.

Nachdem in den vorherigen Vorträgen konkrete Projekte aus Unternehmen und Hochschulen vorgestellt wurden, habe ich versucht eher auf die theoretischen Aspekte bezüglich des Lernens mit Weblogs einzugehen und Bezug auf die vorherigen Beiträge zu nehmen. Das Feedback war durchweg positiv, so dass ich davon ausgehe, dass dies der richtige Weg war.


PAEPS 2009 – Vortrag in der Heimat

2009/05/26

Nachdem ich bereits vor zwei Wochen gefragt wurde, ob ich bei der diesjährigen eLearning Baltics ein kurzes Impulsreferat zu motivationalen Aspekten des Lernens mit Weblogs halten kann, erhielt ich soeben die Benachrichtigung, dass auch mein eingereichter Abstract bei der PAEPS 2009 angenommen wurde. Dies freut mich besonders, findet sie doch in Saarbrücken statt. So ergibt sich die Möglichkeit das Ganze mit ein paar Tagen Heimaturlaub vor und nach der Fachtagung zu verbinden.

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Review-Prozess ist abgeschlossen. Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Forschungsreferat zur PAEPS 2009 in Saarbrücken angenommen wurde.

Zu gegebener Zeit werde ich hier nochmals genauer über die Beiträge berichten. Freue mich natürlich auf zahlreiche TeilnehmerInnen und interessante Diskussionen – sowohl vor Ort  als auch hier im Blog.


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